Der Zirkuselefant in uns: Gedanken zum Weltfrauentag

Bild zum Weltfrauentag

Ein Zirkuselefant ist zwischen seinen Auftritten an einen Holzpflock angekettet. Der dünne Pflock steckt nur ein paar Zentimeter tief in der Erde. Warum reißt sich der große, starke Elefant nicht los und flieht aus seiner Gefangenschaft?

Weil er schon seit frühester Kindheit an einen solchen Pflock gekettet ist.

Alle Jahre wieder zum Weltfrauentag erinnere ich mich an diese Geschichte von Jorge Bucay. Sie inspiriert mich immer wieder dazu, meine Glaubenssätze über die Grenzen meiner eigenen Fähigkeiten zu hinterfragen. Einige dieser Glaubenssätze waren und sind typisch weibliche. Es sind Glaubenssätze, die bis heute fest in unserer Gesellschaft verankert sind, und die wir immer noch an unsere Kinder weitergeben. Auch ohne es zu wollen. Erst, wenn wir diese Glaubenssätze hinter uns lassen, gelangen wir zu einer Gesellschaft, in der Männer und Frauen und alle Menschen wirklich frei sind.

Welchen Holzpflock wirst Du heute aus der Erde reißen?

Quelle: Bucay, J. (2012): Komm, ich erzähl dir eine Geschichte. 10. Auflage. Frankfurt a. M.: Fischer Verlag.

Beitragsbild: Mi Pham, Unsplash

Dieser Beitrag wurde am 08.03.2021 überarbeitet.

4 thoughts on “Der Zirkuselefant in uns: Gedanken zum Weltfrauentag

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.